Es geht darum, neugierig zu bleiben
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Wenn wir an Weihnachten denken, tauchen viele Bilder vor uns auf.

Wir sehen den Stall von Bethlehem, Maria und Joseph, das Kind in der Krippe, Ochs und Esel… All diese Bilder haben wir irgendwann in Büchern oder Kirchen gesehen und gespeichert. Oder wir erinnern uns an die erzählten Geschichten von Oma und Opa, die oft von verschneiten Wäldern und Schlittenfahrten handelten. Bald ist Weihnachten, aus dem Radio trällern die poppigen Weihnachtssongs, die alle von der Liebe erzählen. Die Weihnachtszeit ist oft eine Zeit voller Widersprüche: Auf der einen Seite ist alles auf Besinnlichkeit und Liebe eingestellt – auf der anderen Seite fällt es uns manchmal schwer, runterzukommen, sich auf sich selbst und seine Liebsten zu besinnen. Stattdessen hetzen wir durch die Straßen und Geschäfte, besorgen schnell noch die letzten Geschenke und schmücken in Hektik den Weihnachtsbaum. Das Umschalten vom hektischen Alltag auf die besinnliche Zeit kommt vermutlich für viele zu abrupt. Vielleicht kann ich euch mit meinen Gedanken und Erkenntnissen aus meinen Erfahrungen ein bisschen auf die Liebe einstimmen. Für mich ist sie ein ganz wesentliches Element in meinem Leben und somit auch Teil meiner Arbeit. Weil ich an das Miteinander und den Zusammenhalt glaube. Zeit mit Menschen zu verbringen, die man mag, macht glücklich. Wir Menschen sterben, wenn wir keine Zuneigung bekommen. Studien beweisen, dass das Leben in Großstädten die Seele krankmacht, Menschen leiden an sozialer Vereinsamung.

Barbara Fredrickson beschreibt in ihrem Buch „Die Macht der Liebe“. „Liebe kann viel mehr als Popsongs, Filme und Romane uns erzählen, denn Liebe besteht aus Sekundenbruchteilen emotionaler Verbundenheit, die unsere Psyche und unseren Körper beeinflussen. Unser ganzes Leben profitiert von diesen kurzen schönen Momenten, wenn wir uns mit anderen Menschen verbunden fühlen. Liebe hat die Macht, unsere Welt zum Guten zu verändern.“

Für mich bedeutet das, kurze herzliche Momente mit anderen Menschen zu genießen. Oft ergeben sich solche Momente ganz zufällig und dann geht es darum sich die Zeit zu nehmen und in diesen besonderen Moment einzutauchen mit allen Sinnen. Dann geht es darum die To-do-Liste für diesen besonderen Moment zu vergessen, darum geht es. Das Großartige an solchen Momenten ist, dass sie die Menschen zusammenführt, sie vereinigt. Liebe ist Verbundenheit. Liebe beinhaltet Respekt. Sie bedeutet Verständnis für den anderen. Liebe bedeutet, den anderen so anzunehmen, wie er ist. Deshalb kann es nicht genug Liebe auf der Welt geben.

Ein bisschen mehr miteinander könnte da hilfreich sein.