Um was geht es eigentlich
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Dankbarkeit ist der Schlüssel
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Manchmal fühle ich mich umgeben von Leuten die sich nur aufs Negative konzentrieren.
Im Radio, im Fernsehen meist nur Negatives: schon wieder ein Terroranschlag, dicke Luft in der Politik, GroKo will kein Ende nehmen, 15-jähriger tötet Mitschüler, Rechtspopulisten im Vormarsch, ein Jahr Trump und es wird jeden Tag schlimmer. Da könnte schon der Eindruck entstehen, dass die Welt früher besser war. Aber war sie das wirklich?

Karl Valentin: „Früher war die Zukunft auch besser.“ Und dazu kommt das Klagen über seine Mitarbeiter, Kunden, fehlende Aufträge, zu viel Arbeit oder gar keine Arbeit. Egal wie es ist, es ist immer scheiße. Aber ist es wirklich so??? Oder ist es vielleicht eine Betrachtungsweise? Vielleicht ist nur eine Seite so und die andere Seite ignorieren wir. Weißt du, dass es inzwischen Wissenschaftler auf der ganzen Welt gibt, die sich begeistert auf das neue Forschungsfeld die „Positive Psychologie“ stürzen. Und diese neuen Erkenntnisse sind sensationell. An dieser Stelle möchte ich aber gleich mit einem Missverständnis aufräumen. Kritiker behaupten, die Positive Psychologie blende das Negative einfach aus und sei deshalb eine „Happyologie“. Das stimmt aber nicht, denn bei der Positiven Psychologie geht es in keiner Weise darum, das Negative im Leben zu ignorieren. Es geht vielmehr darum, es in einen neuen Rahmen zu setzen und gleichzeitig auch das Gute, das bereits da ist, zu fördern.
Mit Tools und Interventionen können wir die schönen Momente im Alltag mehren und somit die unangenehmen minimieren. Das bedeutet die Zeitspanne der positiven Gefühle so weit wie möglich ausdehnen.

Ganz so leicht ist das natürlich auch wieder nicht. Es gibt durchaus trübe anstrengende Tage, da fällt es mir auch nicht so leicht. Wahres Glück besteht nicht darin, ständig mit einem Dauergrinsen durch die Welt zu gehen. Es geht vielmehr darum, zu verstehen, dass auch das „unglücklich sein “dazu gehört. Stellt sich nur die Frage wie lange und wie oft. Glück und Leid gehören zusammen. Mir geht es so, dass ich gerade nach einer schwierigen Zeit das „glücklich sein“ wieder so richtig genieße, manchmal feiere ich es sogar.
Schöne Momente mögen flüchtig sein, doch wenn wir sie wahrnehmen, sie wertschätzen und sie genießen, dann bekommen sie, laut Barbara Fredrickson, „eine Macht, die unser Leben verändert.“

Zurück zu den Nachrichten, Forscher haben herausgefunden, dass wir heutzutage mehr Frieden auf der Welt haben, als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit? Unsere Welt ist also friedlicher geworden, nur bekommen wir das gar nicht mit, weil sich die Nachrichten hauptsächlich auf das Negative fokussieren.

Und so geht es dir auch, wenn du glaubst, dass es in deinem Leben keine schönen Momente gibt.
In Wirklichkeit ist es so, es wird immer Positives und Negatives in der Welt geben. Du entscheidest, worauf du dich fokussierst, worauf du achtest und was du mehr hervorheben möchtest.

Du möchtest glücklicher und zufriedener leben? Dann fang an dich darauf zu konzentrieren, was alles gut läuft in deinem Leben, wofür du dankbar sein kannst und was schon alles an Gutem da ist.

Hier gleich mal einen Tipp zum Anfangen, der Mini-Urlaub. Finde heraus, was deine Stimmung steigern lässt. Das kannst letztlich nur du selber herausfinden. Erstelle eine Liste mit kurzen, mittleren und längeren Aktivitäten, die dir so richtig Spaß machen. Und dann schaue in deinen Terminkalender, wann du dir welche Aktivitäten gönnen kannst. Es ist wichtig, dass du dir Ruhepausen schaffst, die fördern das Wohlbefinden. Wenn du häufiger Zeit für dich hast und diese Zeit auch ungestört verbringen kannst, wirst du spüren, wie deine Stimmung steigt. Das wirkt sich positiv auf dein geistiges und körperliches Wohlbefinden aus und liefert dir vielleicht neue Impulse für deine Glücksexperimente.